
In einer Produktionsumgebung, in der Staub in die Augen wirbelt, benötigen Glasdruckanlagen keine komplizierten Lösungen – sie brauchen vielmehr eine zuverlässige Aushärtung von Materialien, Schicht für Schicht. Standardreflektoren und Lampenkomplexe verunreinigen sich schnell. Wenn die Spiegelfläche trüb wird, nimmt die maximale Strahlungsintensität ab. Das führt zu langsamerer Aushärtung, schlechter Haftung sowie mehr Ausschuss. Deshalb haben wir Lampen mit Galliumiodid als Lichtquelle entwickelt – diese besitzen einen vollständig abgeschlossenen Reflektor, der genau für solche Umgebungen geeignet ist.
Was technisch wichtig ist:
Durch das Dopieren mit Galliumiodid wird das Spektrum in den Bereich von 365–405 nm verschoben. Dies entspricht dem Spektrum der Photoinitiatoren in Glasdrucktinten und -beschichtungen – dadurch erfolgt eine schnelle, gründliche Vernetzung des Materials. Wir sorgen dafür, dass das Spektrum während der gesamten Lebensdauer der Lampe konstant bleibt. Dadurch bleibt die Aushärtungszeit stabil: Eine maximale Strahlungsintensität von 1200 mW/cm² bei der Bogenfläche – mit weniger als 3% Intensitätsvariation innerhalb von 20 Minuten Einwärmzeit. Die Lebensdauer beträgt 5.000 Stunden, wobei die Leistung weniger als 5% abnimmt. Der abgeschlossene Reflektor hält die Spiegelfläche sauber, indem er Staub aus der Luft fernhält – gleichzeitig ermöglicht er eine effektive Wärmeabfuhr. Das System arbeitet ohne Ozon und hält eine kontrollierte Temperatur am Substrat aufrecht – genau das, was erforderlich ist, um thermische Belastungen am Glas zu vermeiden.
Warum das System hier funktioniert:
Der vollständig abgeschlossene Reflektor schützt die dichroitische Oberfläche vor Staub – dadurch bleibt die Reflexion hoch und die Energiedichte konstant, Schicht für Schicht. Das bedeutet eine konstante Aushärtung des Materials, auch dann, wenn die Konzentration an Partikeln in der Luft stark ansteigt. Dadurch muss die Maschine seltener angehalten werden, um die Komponenten zu reinigen oder die Lampen auszutauschen – insgesamt gibt es weniger Stillstandzeiten. Der Energieverbrauch ist vorhersehbar – und da das Spektrum konstant bleibt, ergibt sich eine zuverlässige Aushärtung der Oberfläche, ohne dass das Substrat beschädigt wird.
Ein paar Hinweise zur Inbetriebnahme:
Bei der Installation müssen Länge der Lampe, Abstand zwischen den Bögen sowie Typ des Anschlusses auf das jeweilige Aushärtungssystem abgestimmt werden. Der abgeschlossene Reflektor erhöht die Abmessungen der Lampe um einige Millimeter – daher sollten Sie unbedingt vor der Entscheidung die Abstände mit Ihrem Integrator klären. Diese Lampen vertragen keine wiederholten heißen Neustarts – planen Sie daher die Aushärtung in stabilen Zykluszeiten, um die Lebensdauer der Filamente zu schonen. Überprüfen Sie außerdem die Zusammensetzung Ihrer Tinte im Hinblick auf das Spektrum von 365–405 nm – so können Sie die Vorteile der Photoinitiatoren optimal ausschöpfen und eine unvollständige Aushärtung bei dicken Schichten vermeiden.