
Warum die meisten UV-Lampen versagen – und wie wir das Problem gelöst haben Wir haben etwa 3.000 Druckereien besucht. Nicht nur ein paar, sondern tatsächlich Tausende. Wir wollten herausfinden, wo genau diese UV-Systeme im Betrieb versagen. Wir stellten fest, dass die meisten „Standard“-Lampen eigentlich für den Laborgebrauch konzipiert sind – nicht für den Einsatz in Produktionsstätten. Sie sind nicht geeignet für die ständigen Vibrationen, die extreme Hitze oder die ständige Ein- und Ausschaltung der Maschinen. Um etwas zu entwickeln, das wirklich langlebig ist, mussten wir auf die Anleitung verzichten und von vorne anfangen. Das Problem mit der Hitze Bei der Aushärtung der Tinte muss ein Gleichgewicht erreicht werden. Man benötigt zwar genügend Leistung, doch man kann nicht einfach die Leistung erhöhen und darauf hoffen, dass alles gut geht. Andernfalls entstehen „heiße Punkte“, die dazu führen, dass die Materialien verformt werden. Hochleistungs-Lampen erzeugen außerdem eine enorme Menge an Infrarotstrahlung neben dem UV-Licht. Wenn die Kühllüfter dieser Belastung nicht standhalten können, wird die Quarzhülle der Lampe beschädigt. Das führt schnell zum thermischen Schock – und die Lebensdauer der Lampe sinkt rapide. Glas und Zwischenräume Wir verwenden hochreines gefügtes Quarzglas – billiges Glas ist nämlich eine Katastrophe. Es blockiert genau die Wellenlängen, die für die Aushärtung der Tinte notwendig sind. Dadurch entsteht auf dem fertigen Produkt ein unangenehmes, klebriges Gefühl. Für die Desinfektionszwecke justieren wir außerdem den Quecksilberdampfdruck so, dass er genau bei 254 Nanometern liegt. Außerdem gibt es noch das Problem der Installation. Wir haben schon zu viele Fälle gesehen, in denen lose Verbindungen dazu führten, dass die Elektroden beschädigt wurden. Deshalb verwenden wir jetzt standardisierte Stecker. Alles muss fest zusammenpassen. Wenn es im Reflektorgehäuse Zwischenräume gibt, verschwendet man Energie und verlangsamt dadurch die Arbeitsabläufe. Die ehrliche Wahrheit über Kompromisse Es gibt einen Haken: Wenn man eine höhere Intensität haben möchte, um die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen, dann werden die Lampen schneller abgenutzt. Das ist einfach Physik. Es gibt keine „ewig haltbaren“ Lampen. Wir entwerfen unsere Lampen so, dass sie vorhersehbar abnutzen – aber man muss trotzdem darauf achten. Überprüfen Sie jede Woche die Leistung in mW/cm². Sobald diese unter den Wert fällt, der für die Tinte notwendig ist, sollten Sie die Lampe austauschen. Es ist viel billiger, eine Lampe zu ersetzen, als einen Haufen Schrott wegzuwerfen.